Am 1. April des Jahres 1950 gründete eine kleine Gruppe von Alt-Kanuten, die sich nach 1945 dem Wilhelmshavener Kanu-Klub angeschlossen hatten, den zur damaligen Zeit zweiten Verein des Kanusports in Wilhelmshaven, die "Wilhelmshavener Kanu-Freunde e.V. 1950". 1. Vorsitzender wurde Felix Haubrich. Der Verein sollte für alle Wassersportarten offen sein. Nachdem die neu gegründete Gemeinschaft zunächst provisorisch an den verschiedensten Stellen des Hafengebietes untergebracht war, konnte sie im September 1951 direkt am Zwischenhafen, ein Grundstück pachten. Es waren die früheren funktechnischen Werkstätten der ehemaligen Marinewerft an der Emsstraße,

 

Auf diesem Gelände existierten lediglich 3 halbzerstörte Steinbaracken, aus denen heute der Hantelraum, die Kajüte und der Rennbootsschuppen hervorgingen.

 

Im April 1956 wurde das Gelände um die "Badebucht" einverleibt und sukzessive weitere Geländeabschnitte, sodass das Areal schließlich auf ca. 7.300 qm anwuchs. Dies musste jedoch noch von Trümmer und Schutt befreit werden und das alles mit verhältnismäßig geringen finanziellen Mitteln.

 

Im Sommer 1962 wurde erstmalig das "Blaue Band der Jade" ausgetragen. Zu diesem Zeitpunkt war die Regattastrecke noch auf dem Jadebusen und führte rund um den Leuchtturm Arngast. Dies war bei den Kanuten eine äußerst beliebte Veranstaltung. Jedoch musste dann die Regatta aufgrund behördlicher Schutzauflagen in den Hafenbereich bzw. Banter See verlegt werden und wird auch bis zum heutigen Zeitpunkt im Rahmen der Himmelfahrtsregatta noch immer ausgetragen. Heute allerdings nur noch für Rennsportler.

 

Am 16.November 1963 wird auf der Großkreuzung Göker-/ Bismarckstraße der von den Wilhelmshavener Kanu-Freunden der Stadt Wilhelmshaven gestifteten "Berliner Bär " aufgestellt. Er symbolisierte die Verbundenheit Wilhelmshavens mit der damals durch die Mauer abgeschnittenen, ehemaligen Hauptstadt Berlin. Mittlerweile durch die Wiedervereinigung wieder Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

 

Im Laufe der Zeit wurde trotz fehlender finanzieller Mittel das Gelände des WKF weiter verbessert. Es wurden die völlig unzulänglichen Uferbefestigungen und Stege erneuert und die erstmalige Ausrichtung einer Landesmeisterschaft machte es erforderlich, dass auch die bis dahin nicht vorhandenen Regattaeinrichtungen, wie z.B. ein hölzerner Regatta(Ziel)turm, errichtet wurden.

 

Im Jahr 1965 dürfen erstmals Wohnwagen auf dem Vereinsgelände als Umkleidekabinen aufgestellt werden.

 

Auch gelang immer häufiger, junge Talente für den Rennsport zu begeistern, die dann auch mit guten Erfolgen an vielen Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene teilnahmen. Ein Höhepunkt war 1966 die erstmalige Qualifikation von WKF – Kanutinnen für die Deutsche Meisterschaft


Aber trotz der Aktivitäten um den Rennsport wurden die Belange des Wandersports nicht vernachlässigt. Es wurden zahlreiche Wanderfahrten auf Seen und Flüssen in der näheren und weiteren Umgebung durchgeführt.

 

Die vom WKF ausgerichteten Regatten auf dem heutigen Banter See - wurden immer beliebter. Aus dem gesamten Bundesgebiet, einschließlich Westberlins und dem benachbarten Ausland, alljährlich waren, damals noch zu Pfingsten, zahlreiche Vereine bei den Wettbewerben um das "Blaue Band" beim WKF vertreten. Zwischenzeitlich wurde der Regattatermin auf Himmelfahrt verlegt.

 

Um neben dem Kanusport auch den Interessenten für andere Wassersportarten ein attraktives Angebot machen zu können, wurden für die Mitgliedern des Vereins zusätzlich die Rahmensportarten „Segeln" und damals noch erlaubt "Wasserskilaufen" aufgenommen.


Der Wandersport erlebte zu diesem Zeitpunkt einen gewaltigen Boom, der sehr lange anhielt. Im Rahmen einer neuen Baumaßnahme wurden noch freistehende Flächen an der Straßenfront sowie innerhalb der Gebäudekomplexe zu Bootsschuppen ausgebaut.

 

Nach dem Abzug der Prince-Rupert-School konnte die bis zu diesem Zeitpunkt von den Engländern genutzte Baracke auf dem westlich angrenzenden Nachbargrundstück erworben werden und diente nach zahlreichen Umbaumaßnahmen als Lagerhalle der Wanderboote. Fast zeitgleich wurden an der Wasserfront des WKF-Geländes 20 Liegeplätze für die bereits gegründete Segelsportabteilung eingerichtet.

 

Im Laufe der Zeit hatte sich das große Areal der Außenanlagen vom ehemaligen Trümmergrundstück zu einem attraktiven Sport- und Freizeitgelände gewandelt. Durch den Bau neuer Anleger wurde dem ständig ausweitenden Bootsbetrieb Rechnung getragen.


Im Dezember 1967 wurde die "Nikolaus-Regatta" aus der Taufe gehoben. Sie war 25 Jahre lang - bis zu ihrer Einstellung -die einzige Winter-Regatta im Bundesgebiet. Alljährlich am Wochenende nach dem Nikolaustag kamen weit über 100 Kanuten aus allen Teilen des Bundesgebietes und West-Berlins nach Wilhelmshaven, um dabei zu sein, wenn diese einmalige Regatta über 10.000 Meter auf dem Banter See gestartet wurde.


Ende 1967 zählte Rennsportabteilung 49 aktive Rennsportler, die unter der Leitung von 4 Übungsleitern auf dem Banter Sees trainierten.

 

Erstmals wird 1968 bei der Regatta "Blaues Band der Jade" für den besten Verein der "Jade-Cup" vergeben.


Aufgrund der ständig steigenden Mitgliederzahl entstanden 1969 die Pläne zum Bau eines neuen Clubhauses. In den Jahren 1970/71 konnte dann der Clubhaus-Neubau fertig gestellt werden. Das neue Heim konnte nur mit einem großen Anteil von Arbeitsstunden der Mitglieder errichtet werden. Gemäß Vorstandsbeschluss mußten alle männlichen Mitglieder ab 18 Jahre 50 Arbeitsbaustunden leisten.

 

Erstmals in den Sommerferien 1976 wurden interessierten Jugendlichen Kanurennsport angeboten. Diese Aktion läuft seitdem jedes Jahr und eröffnet die Möglichkeit, dass der eine oder andere Teilnehmer beim Rennsport im WKF verbleiben.


Zur Pfingstregatta 1983 konnte der neue Regattazielturm seiner Bestimmung übergeben werden.

 

Am 16.Dezember 1983 konnte endlich der Pachtvertrag mit der Stadt Wilhelmshaven über das Vereinsgelände abgeschlossen werden, der nach einer Verlängerung noch bis 2017 gültig ist.

 

Im Jahr 1999 hat der Stadtsportbund Wilhelmshaven im Vorfeld zur EXPO 2000 Sponsoren gewonnen, die 2 Drachenboote spenden wollen; ein Boot soll zum WKF, das andere zum Wilhelmshavener Kanu Klub. Beim "Wochenende an der Jade" 1999 starten beide Boote erstmals offiziell vor großem Publikum. Das WKF- Boot im gewinnt mit Abstand vor dem WKK. -Boot.


Am 5. Juli 2003 fand dann der 1.Jade-Drachencup im Rahmen des Wochenendes an der Jade statt. Die Regatta fand im Großen Hafen statt und wurde nur mit den beiden Wilhelmshavener Drachenbooten ausgetragen, wobei zwischenzeitlich das Boot des WKK’s dem WKF übergeben wurde.

 

Damals nahmen 12 Teams an der Veranstaltung teil. Mittlerweile ist der Cup in den Bauhafen des Marinearsenals verlegt worden und hat sich dort zu einem Publikumsmagnet entwickelt.

 

Der Kanurennsport ist noch immer ein wichtiges Standbein des Vereins. Die Rennmannschaft trägt mit Ihren Erfolgen auf regionalen Regatten, Landes- bzw. Norddeutscher Meisterschaft dazu bei, auch weiterhin den guten Ruf des WKF zu untermauern. Dies spiegelt sich auch regelmäßig bei den Sportlerehrungen der Stadt Wilhelmshaven wieder.